Klammer Dunst vereint verschiedene Kunstfomen in vier Veranstaltungen: Literatur, Musik, Tanz, Malerei und Visual Art.

Ob elektronische Musik zu düsteren Märchen, bestaunenswerte Lichtinstallationen zu modernen Gedichten, eine bauchtanzende Frau zu einer orientalischen Lesung oder ein Maler, der zum Gelesenen live auf der Bühne ein Gemälde zaubert -für jeden ist hier etwas dabei. Klammer Dunst ist ein visueller und auditiver Schmaus für alle Kulturliebhaber und lässt die Zeit nach der behaglichen Winterkuscheligkeit nicht ganz so matschig und dunkel erscheinen.

 

EINLASS: 19:30h BEGINN: 20:00h EINTRITT: 5€ (AK) LOCATION: W1

Die Veranstaltungen

Böse Märchen (Do, 01.02.)

Es war einmal... ...so eröffnet Matthias Eberth die Lese-Reihe "Klammer Dunst".

Es lässt sich schon erahnen, um welche Art von Geschichten es sich handelt.

Gelesen werden verschiedene Märchen für Erwachsene - nicht die von der netten Art! Märchen die zur Februarstimmung passen - böse Märchen!

Begleitet werden die altertümlichen Geschichten mit modernen, elektronischen und rhythmischen Improvisationen von dem jungen Musiker „Streuner. Über diesem Loop-Universum schweben sphärische Gesangselemente von Mayfly’s Memory.

Träume! Fürchte! Lache!(Mi, 07.02.2018)

Mit eigenen und Fremdwerken führen uns die zwei Leser Pascal Simon und Talea Rüsing durch den zweiten Abend.

Die jungen Schreiber und die wechselnden Stimmen gestalten die Gedichtelesung erfrischend modern.

Die stimmungsvollen Lichtinstallationen von Michael Schwarzfischer lassen den Zuschauer die Texte noch intensiver erleben. Abwechselnd zur Lyrik bieten Mayfly’s Memory Stücke aus verschiedenen Genres dar.

Die Lehre des wilden Bauches (Mi, 14.02.2018)

"Der Ruf der Großmutter oder die Lehre des wilden Bauches" steht im Fokus des dritten Abends der Klammer-Dunst-Reihe. Talea Rüsing und Pascal Simon lesen aus der Kindheit von Rosina-Fawzia Al-Rawi, die als kleines Mädchen mit den arabischen Sitten und Gebräuchen des Frauseins vertraut gemacht wird. Das Instrument der Großmutter: der Bauchtanz. Ursprünglich als sakrales Tanzritual von den Frauen unter sich praktiziert, verkörpert er die natürliche Weiblichkeit, getragen von Lebenserfahrung und Selbstwertgefühl. Bereichert wird dies durch Einlagen der Bauchtänzerin Lisa Josephine Walden.

Die letzte Nacht

(Do, 22.02.2018)

Mit dem Titel „Die letzte Nacht“ von Emanuel Bove verabschiedet Matthias Eberth die Lesereihe Klammer Dunst.

Das Buch handelt von einem jungen Mann namens Arnold, der glaubt, jemanden umgebracht zu haben.

Arnold, der verzweifelt nach einem Freund sucht, dem er sich anvertrauen kann, findet ihn groteskerweise erst im Polizeiinspektor Bugeaud.

Mit dem Fortschreiten der Lesung entwickelt der Maler QMartin Müller ein dazu passendes bühnenbildartiges Kunstwerk. Das Publikum sieht live dabei zu wie er die Geschichte mit Pinsel und Farbe auf der Leinwand einfängt.

Die Künstler

Matthias Eberth: Regisseur, Schauspieler, Theater- und Dramatherapeut. Geboren 1959 und aufgewachsen in Berlin ist er seit dem 16. Lebensjahr im Theater/Film tätig.

"Leidenschaftlicher Theatermann, Regisseur, der sich nicht vor der künstlerischen Umsetzung "schwieriger Themen" scheut. Seine Inszenierungen gehen unter die Haut, regen den Zuschauer zum Nachdenken an, fordern nachträglich Diskussionen heraus und bleiben lange im Gedächtnis." -Süddeutsche Zeitung

Geboren wurde Talea Elianne Rüsing 1993 in Datteln. Bereits in Kindheitstagen entwickelte sie eine kreative Ader und eine Leidenschaft für das geschriebene und gesprochene Wort. Nach dem Abitur beschloss sie, ihren Traum zu leben und Schauspiel zu studieren. Möglich wurde dies durch ein Stipendium der Akademie für darstellende Kunst Bayern im wunderschönen Regensburg. Dieses Studium hat Talea Elianne Rüsing im vergangenen Sommer abgeschlossen und widmet sich nun dem Schreiben von Texten und Theater-und Filmprojekten. Die Bühne ist und bleibt ihre große Liebe, darum vertraut sie ihr auch ihre eigenen Texte an, die sie beim „Poetry Slam“ vorträgt.

Seinen ersten Auftritt hatte Pascal Simon mit 17 Jahren bei einem Poetry Slam. Seitdem lässt ihn die Bühne nicht mehr los. Sei es mit eigenen Texten, Theater, Impro oder Moderation - seine Zeit verbringt er am liebsten auf den Brettern, die die Welt bedeuten. In Regensburg studierte er die mündliche Kommunikation und Sprecherziehung, gibt Workshops für kreatives Schreiben, sicheres Vortragen, aber auch Bühnenkampf und Parkour. Außerdem tourt er mit seinem Textrepertoire durch den gesamten deutschsprachigen Raum.

Michael Schwarzfischer lebt seit 2012 in Regensburg und agiert auf, vor, hinter, über und unter Bühnen in ganz Deutschland.
Als Schlagzeuger, Percussionnist, Pianist oder Controllerist spielt/e er unter anderem bei "Kali", "eSKAlation" dem Musical "Café Bisou" oder seinem Elektronik-Projekt "Streuner".
Wenn kein Konzert ansteht, arbeitet er als Lichttechniker in Theatern, auf
Festivals oder Konzerten. In seiner "Freizeit" verbindet er dann alles zu Sound-/Licht-/Videoinstallationen, die den Betrachter interaktiv eingreifen lassen.

Lisa Josephine Walden widmet sich seit ihrem 6. Lebensjahr dem orientalischen Tanz. Die Bauchtänzerin hat ihren Stil in Workshops und Veranstaltungen weiter entwickelt und fand so ihren ganz eigenen. Dieser basiert auf ihrer persönlichen Laune. Ganz nach dem Zitat:„Nur was von Herzen kommt, kann ein anderes Herz erreichen“

Martin Günter Müller wurde am 24. November 1969 in Grafenau im Bayrischen Wald geboren.

Hier entwickelt sich in seiner Kindheit und Jugend seine Ambivalenz von Freiheit und Geborgenheit. Das geborgen Sein und die große Neugier auf das „Andere“.

Nach dem Abitur 1989 reist Müller. Yugoslawien, Griechenland, Rumänien, England, Dänemark, Norwegen und Island. Nach abgebrochenem Soziologie Studium an der LMU München besucht er die Freie Kunstwerkstatt München. Abschluss und Diplom bei Prof. Hans Seeger.

Müller lebt mit Familie in Gröbenzell. Ausstellungen in Gröbenzell, München, Höhenried, Seefeld, Breslau, Athen, Montreal.